hackbrett.18 – Tagesworkshop

Samstag, 17. November 2018

10:00 Uhr, 13:00 Uhr, 17:00 Uhr (jeweils 120 Minuten, aufbauend)

Mit Elisabeth Seitz

Ein »Lumpeninstrument« nannte der Sänger, Komponist und Musiktheoretiker Sebastian Virdung um 1500 das Hackbrett und zählte es zu den »Fastnachtsinstrumenten«. Ob diese Einschätzung wirklich zutrifft? Dieser und weiteren Fragen rund um das Instrument mit den vielen Namen geht dieser Kurs nach. Ein solches »Lumpeninstrument« befindet sich auf Ihrem Dachboden? Sie wünschen sich ein paar Tipps rund ums Stimmen, für einen lockeren Anschlag, zum Einspielen oder für spezielle Lockerungsübungen? Oder möchten einfach verschiedene historische Instrumententypen aus der Nähe betrachten und ausprobieren? Sie wollen gerne Repertoire aus vergangen Jahrhunderten entdecken und viel Spaß beim Ensemblespiel mit Gleichgesinnten haben? Dann ist dieser Workshop genau der richtige! Ebenso willkommen sind Fortgeschrittene und Profis, die die reichlich vorhandene Ensembleliteratur kennenlernen oder an mitgebrachten Stücken arbeiten wollen.

Elisabeth Seitz studierte Hackbrett in Linz und München sowie Alte Musik in Den Haag.
Ihr Interesse gilt insbesondere der historischen Entwicklung und der Bedeutung ihres Instruments in Vergangenheit und Gegenwart. In ihren Konzerten bringt sie deshalb zeitgenössische wie historische Originalliteratur auf die Bühne.
Konzerte, CD- und Rundfunkaufnahmen mit namhaften Musikern und Ensembles wie Christina Pluhar (mit dem Ensemble Arpeggiata wurde sie 2009 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet), Philippe Pierlot (Ricercar Consort), Christian Zincke (Echo du Danube), Ton Koopman (Amsterdam Baroque Orchestra), Franz Vitzthum und das Capricornus Consort Basel, Michele Claude (Aromates), Thomas Baete (Club medieval), Rudi Spring (Cosi van Tango), Nils Okland und der polnischen Folkband Kwartett Jorgi haben sie sehr bereichert und führten sie in viele Ländern rund um den Globus. Sie war Gast renommierter Festivals wie zB Innsbrucker Festwochen, Salzburger Festspiele, Regensburger Tage für Alte Musik, Tage Alter Musik Herne, Dresdner Kunstfest, Yehudi Menuhin Festival Gstaad, Utrecht Festival für Alte Musik, Kirchenmusikfestival Oslo, Folle de Journee in Frankreich und Japan, Essaoira Festival in Marokko und vieler gänzlich unbekannter wunderbarer und spannender Menschen und Orte.
2006-2009 unterrichtete sie an der Anton-Bruckner-Universität Linz die Hackbrettklasse und seit 2014 darf sie den Hackbrettstudenten in Innsbruck Alte Musik näher bringen. Gerne unterrichtet sie auch Laien und Profis auf Kursen und hat im Sommer 2016 „Hackbrettuoso“, ein Hackbrettfestival in Wuppertal initiiert.
Beim Prima la Musica Wettberwerb in Österrich war sie außerdem als Jurorin tätig.
Mit dem Ensemble nuovo aspetto (Michael Dücker) spielte sie Originalmusik von Georg Reutter und Antonio Caldara ( mit Valer Sabadus) für Accent und Sony ein.

Mit ihrem Ensemble33zwo (mit Johanna Seitz, Harfen) hat sie zeitgenössische Kompositionen angeregt und uraufgeführt bzw. alte „himmlische“ Originalmusik wieder neu entdeckt und liebt es “wild” zu arrangieren. Die beiden Musikerinnen genießen die Intimität des Spiels zu zweit besonders, entwickeln aber auch gerne spartenübergreifende Konzepte in kleineren Besetzungen.